Boten der Veränderung - das Wetter

Druidensteinbotschaft im Juni 2016

Der Merlin:
Seit Wochen wird Deutschland nun schon von monsunartigen Regenfällen und Gewittern heimgesucht. Ortschaften überschwemmt, ganze Straßenzüge weg gespült. Bächlein, die sonst nur sanft dahin plätschern erreichen plötzlich Pegelstände von mehreren Metern. Fast täglich berichten unsere Medien davon, dass die Fluten wieder irgendwo zugeschlagen haben. Menschen verlieren ihr Hab und Gut, ihre Häuser, ihre Existenz und es kommt zu Todesfällen. Das Schlimme ist: scheinbar schlägt die Natur unvorhersehbar, willkürlich zu. Man liest plötzlich von Orten, wo die Einwohner selbst perplex und geschockt sind, dass bisher ungeahnte Wassermassen ihre Existenz ruinieren. Nein - es trifft dieses mal nicht die Anwohner der für Hochwasser berüchtigten Flüsse - noch nicht zumindest.

Was geschieht da? Geschieht da etwas? Etwas außergewöhnliches etwa?

Schlägt die Natur zurück?

Dass wir in Deutschland von solch extremen Regenfällen über Wochen hinweg betroffen sind, ist mir aus der Vergangenheit nicht bewusst.

Der Klimawandel kommt. Wir wurden lange genug gewarnt.

Doch etwas anderes noch macht mich nachdenklich.

Am 4. Juni lese ich die Schlagzeile:

„Rock am Ring von Gewitter heimgesucht - Fortsetzung fraglich“

Natürlich war ich nicht vor Ort dabei und weiß daher nicht ob das so stimmt - aber die Medien berichten, es hat sich ein Unwetter über dem Festivalgelände zusammengezogen. Durch mehrfache Blitzeinschläge wurden 82 Menschen verletzt, 2 davon mussten reanimiert werden. Die 90.000 Besucher harrten stundenlang auf dem durchweichten Konzertgelände und in ihren Zelten aus und hofften auf die Wiederaufnahme der Show.

90.000 Menschen?

Denke ich erschrocken, die in Kaninchenstarre darauf warten, dass es weitergehen möge mit ihrem Spaß-Event…

90.000 Menschen, denen ihr „Fun“ wichtiger ist, als ihre Sicherheit?

90.000 Menschen - das ist fast die Einwohnerzahl einer Großstadt!

Erst am Samstagmorgen entscheidet der Veranstalter - und das wohl auch erst auf Eingreifen des rheinland-pfälzischen Innenministers hin - die weitere Veranstaltung abzusagen.

Denn von Wetterentwarnung ist weit und breit nichts in Sicht.

Nun frage ich mich - wenn es wirklich stimmt, dass das Unwetter sich genau über dem Festivalgelände zusammen gezogen hat - wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür?

Szenewechsel:
Vor 14 Tagen erlebte auch ich etwas in dieser Art - aber anders herum. Ich war Aussteller auf dem Elfenfestival in Schloss Blumenthal bei Augsburg. Ebenfalls eine Veranstaltung, die sich im Freien abspielt. Eine Woche davor, war ich auf einer Gesundheitsmesse in München, wo ich andere Aussteller des Elfenfestivals traf. Es war bereits Pfingsten und das Wetter noch viel zu kalt und nass. Und ich dachte tatsächlich darüber nach meine Teilnahme abzusagen. Der Wetterbericht versprach Regen für das Wochenende. Doch dann sagte eine Kollegin, sie werde daran arbeiten - am Wetter. Und tatsächlich - im Laufe der Woche änderten sich die Prognosen zu Sonnenschein - mit zum Sonntag Abend Gewittergefahr - hin.

Als ich Freitag morgen nach Blumenthal komme verziehen sich grade die letzten Regenwolken, die bis in die Nacht hinein noch ihre Pracht über das Gelände ergossen haben. Es bleibt die ganzen 3 Tage des Festivals strahlender Sonnenschein. Und am Sonntag Abend, als alle Aussteller ihre Stände abgebaut hatten und nur noch der Merlin mit dem packen seiner Steine beschäftigt war, zogen dunkle Gewitterwolken auf. Ich schaute diese an und betete innig, dass sie mir noch die Zeit geben mögen mein Zelt trocken im Auto zu verstauen. OK - ihr habt noch nie - falls ihr das jemals überhaupt schon getan habt - den Merlin so schnell abbauen gesehen. Und just als er die Heckklappe seine Autos mit Mühe und Not schließt, weil in der Eile halt nicht alles so ordentlich zusammengepackt und der Stauraum knapp geworden ist - beginnen die ersten dicken Regentropfen hernieder zu prasseln und Blitze schlagen rings um Blumenthal ein.

Nun sagt mir - wie groß war die Wahrscheinlichkeit in diesem Fall?

Und Hand aufs Herz, das war nicht das erste mal, dass in Blumenthal zum Elfenfest der Petrus sein Pläne extra für uns geändert haben muss.

Druidensteine - was sagt ihr dazu, ist es Zufall, wenn so etwas passiert?


Die Druidensteine:

Veränderung - es ist eine Zeit der Veränderung.

Es gab diese schon immer und schon immer war es so, dass Veränderung sich zunächst im Kleinen angekündigt hat, um dann zum Höhepunkt hin, an Fahrt aufnehmend, sich zu entladen. Ihr befindet euch noch ein ganzes Stück weit weg vom Höhepunkt des Klimawandels. Doch ihr merkt nun, dass es ernst wird. Es kommen Veränderungen auf euch zu. Und wir müssen euch sagen, wenn ihr nicht mit den Veränderungen geht, wenn ihr an altem Denken und Tun festhaltet, ihr nicht flexibel und aufmerksam seid, so kann es gut sein, dass ihr Opfer der Veränderungen werdet. Ihr werdet wieder mehr mit den Fragen des unmittelbaren Überleben konfrontiert. Was euch aber auch - wenn ihr nicht sitzen bleibt und hofft all das geht an euch vorüber - als Gemeinschaft der Menschen mehr zusammenwachsen lässt.

Wir möchten nicht, dass ihr euch in die Angstenergie derer begebt, die verhindern wollen, dass die Veränderung positiv wird. Daher geben wir euch keine Katastrophen-Szenarien mit auf den Weg. Wir sehen nur die Notwendigkeit, dass ihr lernt eure Sinne und euren Instinkt wieder zu nutzen. Diese würden euch nämlich sagen, ob ihr da wo ihr euch grade aufhaltet auch sicher seid.

90.000 Menschen, die um des Erleben von Spaß willen in einer solchen Situation ausharren, ist gewiss nicht der richtige Weg. Aber ihr lernt ja alle noch…

Wir wollen euch nun auch nicht sagen - was manche vielleicht gerne hören mögen würden - dass Spaß zu haben von Grund auf verkehrt ist und auf diesem Festival mit 90.000 Menschen, Drogen konsumiert wurden, Unzucht getrieben und zu den Missklängen satanischen Lärms getanzt und gefeiert wurde - weshalb das Unwetter wohl gerade richtig kam.

Und wir sagen auch nicht, dass das andere kleinere Fest, wo Menschen der Natur und ihren Wesen wieder mehr Beachtung schenken, wo auch Spaß gehabt werden darf, dass solch eine Zusammenkunft von Menschen immer vor schlechtem Wetter gefeit ist. Das weiß auch der Merlin.

Und wenn wir jetzt sagten:

"Ja - es hält jemand seine schützende Hand über die eine - aber nicht über die andere Versammlung" - und er der Merlin stünde nächstes Jahr beim Elfenfest im strömenden Regen da…

Ja dann, was dann?

Dann wäre er - der Merlin -  der Erste der sich bei uns beschwert und alles wofür wir stehen posthum wieder in Frage stellt!

Daher möchten wir euch lieber folgendes sagen:
Wetter zu verstehen ist sehr komplex, Wetter zu gestalten ist möglich, doch alle Folgen von willentlichen Wetterveränderungen zu kalkulieren nahezu unmöglich. Für euch zumindest. Wetter wird zu 90 Prozent von globalen, physikalischen Faktoren bestimmt und gelenkt. Wenn daher eine Entladung notwendig ist, wenn ein Hoch, wenn ein Tief einen Kontinent überquert, ist es kaum möglich das grundlegend zu ändern. Was jedoch in Grenzen machbar ist, sind die „individuellen“ Details, die restlichen 10 Prozent zu gestalten. Ihr könnt bestimmte Orte abschirmen. Es gibt Kräfte, die ein Gewitter hier oder dort niedergehen lassen können. Man kann Regen herbei beschwören. Doch da alles ein Gleichgewicht haben muss - selbst wenn es noch so kompliziert und chaotisch  aussieht für euch - denkt an den Flügelschlag des Schmetterlings der möglicherweise auf der anderen Seite des Planeten ein Sturm verursacht hat.

So sagen wir euch nochmal:
Wartet nicht bis die Veränderungen euch überrollen. Macht sie euch zu eigen, geht mit der Veränderung und ändert euren Lebensstil. Seid genügsamer, würdigt mehr die einfachen Dinge im Leben. Erkennt euch als Gemeinschaft aller Menschen und teilt.

Es gibt von allem genug!

Eure Druiden
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